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Subkultur
Auftraggeber
GenreKurzfilm
RegieChristian Schega
Laufzeit5:00 Minuten
SpracheDeutsch, Englisch
FormatFotografien
Jahr2007
LandDeutschland, Großbritannien
Nummer024

Die Nacht fängt an, jedoch für manche Bewohner der Stadt fängt erst jetzt der Tag an. Abseits vom täglichen Großstadttrubel existiert eine Subkultur, die die Unterwelt für sich entdeckt hat.

Schon seit einiger Zeit hatte ich die Idee, ausschließlich mit Fotos eine Geschichte zu erzählen. Übung im Fotos animieren hatte ich schon, da ich das für eine Firma gerade machen sollte. Auf die Dauer wurde mir das aber zu langweilig, so dass ich eben auf die Idee kam, mal eine Geschichte mit dieser Technik zu erzählen. Als ich eines Tages mit der U-Bahn fuhr, überlegte ich mir, ob die Obdachlosen, die hier häufiger betteln, auch hier unten irgendwo wohnen würden. Fasziniert von der Idee, eine ganz eigene Gesellschaft könnte den Untergrund bewohnen, überlegte ich mir, wie ich so etwas filmisch erzählen könnte. In manchen Städten gibt es ja tatsächlich ganze Bunkeranlagen oder Katakomben die unter der kompletten Stadt verlaufen. Da ich die Geschichte ja mit Fotos erzählen wollte, konnte ich so Personen nicht sprechen lassen. Es würde einfach seltsam aussehen, wenn man einen Dialog sieht und hört, aber keiner bewegt die Lippen. Also kam ich auf die Idee, einen Erzähler zu nehmen, der aus seinem Alltag im Untergrund berichtet.

Als ich den Text fertig hatte, machte ich mich mit meiner Kamera auf den Weg Fotos zu machen. Meistens war ich tatsächlich nachts unterwegs, da dann einfach nicht so viel los ist. Sonst hätte man da unten ja gar nicht germerkt ob jetzt Tag oder Nacht ist. An mehreren Abenden war ich dann unterwegs um alle nötigen Aufnahmen zusammen zu bekommen. Beim Fotografieren musste ich schon genau darauf achten, wie ich meine Fotos machte, da ich sie später ja auseinander nehmen wollte.

Nachdem ich alle Fotos zusammen hatte, ging die Bearbeitung los. Erstmal musste ich den Fotos einen gewissen ekeligen ungemütlichen Look geben. Was passt da am besten? Natürlich grün! Viel Grün. Doch die Bearbeitung ging noch weiter. Einige der Fotos zerlegte ich in verschiedene Ebenen, so dass ich diese unterschiedlich animieren konnte. Dadurch entsteht dann ein sehr eigenartiger Fast-3D-Effekt. Es ist aber kein 3D, da die Fotos ja 2D sind. Man kann es also tatsächlich als 2,5D bezeichnen. Wie auch immer, es wirkt schon toll.

Jetzt brauchte ich noch eine Sprecherstimme. Mit meiner eigenen Stimme hatte ich einen ersten Versuch gemacht, jedoch klingt sie einfach zu unverbraucht. Ich kam dann auf die Idee, einen alten Freund, Henning Schmidt zu fragen. Er war Sänger der "Kraut- rock"-Band Wingert Of Pain. Er hatte also das richtige Organ und kann damit auch noch umgehen. Ich besuchte ihn dann schließlich mit Laptop im Gepäck, um die Aufnahmen zu machen.

Natürlich sollte der Film auch eine passende Musik bekommen. So setzte ich mich eines Abends dran und schrieb den Soundtrack für das fünf minütige Filmchen. So hatte ich nach einer Arbeitszeit von netto etwa zwei Wochen mal wieder einen neuen kleinen Film fertig.

Im Herbst 2009 lernte ich Brendan McNamee in London kennen. Da ich schon länger die Idee hatte, den Film mal auf Englisch zu übersetzen, nutzte ich die Gelegenheit und fragte Brendan, ob er mir helfen würde. Tatsächlich sagte er zu, was mich sehr freute, weil er auch noch die passende Stimme hatte, um den Text auch gleich einzusprechen. Gesagt getan, nahmen wir den Text auf. Anfang 2010 hatte ich dann endlich etwas Zeit für die Bearbeitung und stellte die englische Version von Subkultur fertig.

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